Unser Senior Chef Cemil Bayer 26 Auszug aus diversen Zeitungsartikeln: „Gerade mal fünf Jahre ist Cemil Bayer zur Schule gegangen. Dennoch ist er heute Senior-Chef eines Unternehmens mit über 100 Mitarbeitern. Sein Erfolgsrezept: „Ich habe mich mein Leben lang weitergebildet.“ Fünf Jahre betrug in den 40er und 50er Jahren die Schulpflicht in der Türkei. Anschließend fingen die Kinder an zu arbeiten. Der 12-jährige Cemil hatte Glück, er konnte bei einem Karosseriebauer in die Lehre gehen. 1960, im Alter von 21, zog es ihn als einen der allerersten Türken als Gastarbeiter nach Deutschland. Sein Ziel: „Viel lernen und nach ein paar Jahren in die Heimat zurückkehren.“ In einer Borgward Arabella–Werkstatt in Heilbronn fand er eine Anstellung. Sein Stundenlohn: 2,10 Mark. Nicht viel, besonders nicht angesichts der Tatsache, dass eine Sprachstunde mit sechs Mark zu Buche schlug. Doch der junge Mann wollte unbedingt Deutsch lernen, und nicht nur das. Nach eineinhalb Jahren zog Bayer – der Name ist in der Türkei fast genauso geläufig wie hier – nach Hannover. Endlich wollte er „richtiges Deutsch“ lernen. „In Heilbronn sprachen die Menschen einen so merkwürdigen Dialekt“, lacht er. Bei Emmelmann Omnibusbau fand der junge Geselle eine Anstellung, machte nach ein paar Jahren an der Abendschule erst seinen Karosseriebaumeister, dann den Maschinenbautechniker und stieg allmählich auf in der Betriebshierarchie beim Busbauer Emmelmann vom Vorabeiter bis zum Leiter Rohbau.
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